Weinreise nach Israel

Leider steht Israel meistens nur wegen seiner politischen Situationen in den Schlagzeilen, dass das Land ausgezeichnete Weine hervorbringt, ist (leider) kaum bekannt. Dabei haben es die Weine aus dem Nahen Osten absolute Aufmerksamkeit verdient. Welcher ganz besonders, kann ich Euch vielleicht nach der „Weinwelten“ am kommenden Wochenende bei Vinexus berichten.

Weine aus Israel haben international ihre Fans. Qualitativ herausragende Weißweine und Rotweine werden hier erzeugt, wobei die Spezialität in den Süßweinen liegt.

Wen wundert das? Schließlich zählt Israel zu den ältesten Weinbauländern der Welt, konnte jedoch nicht über Jahrtausende hinweg produzieren. Zahlreiche Unterbrechungen sind unter anderem den alkoholablehnenden Arabern geschuldet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat Israel in Sachen Weinbau nun seine ruhmreichste Phase begonnen.

Aber nicht nur die Araber machten den Israelis den Weinanbau schwer, auch das Klima macht es ihnen alles andere als leicht. Israelische Sommer sind extrem heiß und trocken, sodass der Weinbauer auf künstliche Wässerungssysteme zurückgreifen muss. Einzige Ausnahmen sind hier die Höhen von Golan und die Täler von Galiläa. Und hier liegen sie, die wohl vielversprechendsten Weinbaugebiete von Israel. Ein kühler Wind mildert die raue Sommerhitze und der vulkanische Boden liefert ideale Voraussetzungen für kräftige Rotweine ebenso wie für Weißweine. Bevorzugte Rebsorten sind, neben den unbekannteren Carmel und Yarden, die Cabernet-Sauvignon und Chardonnay.

So etwas wie „Weinrevoluzzer“ sind die Winzer, die auf den Erhöhungen von Judäa selbstbewusste Weine produzieren, die scheinbar aus Leidenschaft und Überzeugung heraus dem allgemeinen Weintrend trotzen. Jerusalem und Bethlehem zu Füßen entstehen hier nämlich sehr liebliche bis süße Weißweine.

Shamron/Shamaria ist das größte Weinbaugebiet Israels und profitiert von den klimatischen Einflüssen des Meeres. Hier könnte es liegen, das Paradies der Weinelite …, wenn die hohen Auflagen des koscheren Weinbaus nicht wären.

Ich werde also mal schauen, welche Weine es in die Regale nach Langgöns geschafft haben.

weinwelten

 

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