Möbelaufbauanleitungen – oder verfluchtes, fiesmoppeliges Mondgesicht

Welcher antiintellektuelle, klugscheißende Vollpfostenschwachmat hat sich diese gequirlte Rätselratsoße ausgedacht?

Nein, dies wird kein Beitrag über ´ne Anleitung eines aus Skandinavien stammenden Gerätschaftenansammlungs-Etablissements. Da gehe ich nämlich gar nicht mehr hin, die haben da lauter Zeugs, wegen dem man eigentlich hinfährt – äh, hinfahren wollte, das vor Ort aber entweder live irgendwie nicht so pralle aussieht, ausverkauft ist oder schlichtweg nicht wichtig genug war, dass man sich überhaupt merken konnte, warum man das Teil eigentlich hätte haben wollen sollen. Und weil man ja unmöglich und überhaupt gar nicht mit leeren Händen da raus kann – kauft man sich … Genaaaau: Teelichter! Teelichter, weil man nämlich keine hat. Halt, weil man nicht weiß, wo man die Teelichter von letztem Mal, als – ach, Ihr wisst schon, was ich sagen möchte – hingepackt hat. (Pures Kalkül natürlich, damit man weiß, was man demnächst als Alibi kaufen kann.)

Und dann, ganz klar, auch noch die ultragigantomatische supadupa „Sockerkaka“ – über deren Namen ich nun wirklich nicht philosophieren möchte, sie aber herzförmig und blau ist. Und warum kauft man das Teil? Weil man genau diese Silikonbackform schon soooo lange haben möchte und sie soooooo praktisch ist und sie ja nirgends preiswerter ist … Nirgends! Ganz bestimmt nicht. Und falls doch, dann sicher nicht sooo schön hellblau. Und außerdem sind in dem Etablissedingens die bunten Plastikbecher auch immer so furchtbar aufdringlich. Die anhänglichen Viecher – kaum hast du mal nicht richtig aufgepasst, hüpfen die doch glatt in den Umhängebeutel. Und nicht selten treten die Teile mit ’ner ganzen Gang auf. Boar, die Feiglinge, wo die auf- oder besser gesagt eintauchen, da kann ein „Keinenblassenschimmerwasichdamitsoll-Brettchen“ nicht weit weg sein. Meistens, eigentlich immer sogar, wartet mindestens nämlich schon eins cocktailschlürfend mit Tindra in der gelben Hängematte und wartet auf Gräddig und Angenäm.

Und an der Kasse erinnere ich mich dann immer an die Wildwasserbahn im Freizeitpark. Nicht, weil die Männer – falls diese überhaupt noch „beiwohnend“ sind – Sturzbäche wegen der zu erwartenden Einkaufssumme schwitzen. Sondern weil ich immer darauf warte, dass hier die Schilder stehen: „Ab hier noch 40 Minuten bis zur Attraktion“ (was so ein Kassenbon schon hin und wieder mal sein kann).

Und da soll ich noch mal hinfahren? Ok, Du und ich – in gelben Poloshirts? Yes, das wird ein Spaß.
Schitte, jetzt habe ich überhaupt nicht über das Chaos mit der Möbelbauanleitung geschrieben. Tja, so was kommt vor…

moebelaufbauanleitung

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